Für Carl steht nun die nächste „Lebens-Station“ an. Er zieht gemeinsam mit seinen Brüdern aus dem Jahr 2014 auf die Bullen-Weide. Auf dieser Weide treffen die jungen männlichen Hochlandrinder auf die „großen Brüder“ aus dem vorherigen Jahr (2013). Ein Erlebnis welches einem Naturschauspiel ähnlich ist, denn die Bullen tragen die Rangordnung neu aus. Es finden Kämpfe mit dem gesamten Körper, besonders aber mit den Hörnern statt, welche durchaus auch tödlich ausgehen können.

In den ersten Tagen stehen die Bullen gemeinsam auf einer Weide, die Weide ist aber noch in zwei Teile getrennt. So können sich die Tiere beschnuppern und die ersten Rangkämpfe werden „verbal“ ausgetragen. Die Bullen kommunizieren durch Brüllen und Brummen miteinander. Nach 2-3 Tagen werden die Zäune geöffnet, sodass die männlichen Tiere aufeinander treffen. Nun wird gekämpft. Dies ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

In diesem Jahr haben sich die Tiere sehr ruhig verhalten und die Rangordnung stand ziemlich schnell fest. Die Bullen, besonders Carl, sind sehr besonnen und gutmütig. Allein diese Tatsache unterstützt eine reibungslose Zusammenführung der Bullen ungemein.

Das Hochlandrind kann trotz seiner behäbig wirkenden Gestalt sehr schnell laufen. Es ist durch seinen gedrungenen Körperbau äußerst wendig und kräftig. Die Hörner stellen für andere Lebewesen eine drohende Gefahr dar, deshalb wird das Rind, zu Unrecht, schnell als wild, bösartig und todbringend eingestuft.