Eine neue Ordnung hat in den vergangenen Wochen, auf der Bullen-Weide des Hof Gordes stattgefunden.

Die Bullen aus dem Jahr 2013 sind den Weg alles Irdischen gegangen, und die jungen Bullen aus dem Jahr 2015, wurden von ihren Müttern getrennt, also abgesetzt, und auf die Bullen-Weide gebracht.

Von nun an ist Carl (2014) einer der ältesten, und auch stärksten Bullen. Noch sind die Rangkämpfe in dem 11-er Trüppchen nicht abgeschlossen. Carl hat sich weit nach oben gekämpft, und ist der ‚Anführer‘ der Bullen-Herde.

Anders als im vergangenen Jahr, verlief diese Zusammenführung nicht ganz so ruhig und harmonisch wie in den vergangenen Jahren. Sogar Blut ist geflossen! Klimabedingt haben wir hier im unteren Ruhrtal, einen sehr milden Dezember 2015 erlebt. Dies lies die Hormone der Bullen geradezu überquillen. Tagelang haben die Tiere, immer wieder neu, ihren Stand in der Herde ausgefochten. Dabei haben besonders die Schädelpartien gelitten. Die Folgen waren unteranderem, Platzwunden im Stirnbereich, Hämatome auf den Hörnern, und ein schlammiges Fell durch das sog. ‚plätzen‘, ’suhlen‘, und ‚aufschleudern‘ der Grasnarbe.

Artikuliert haben die Bullen, durch ein dunkeles Brummen und Brüllen miteinander. Ein Naturschauspiel sondergleichen.

Mit den niederigeren Temperaturen, und dem Schneefall im Januar 2016, ist nun Ruhe eingekehrt. Selbstverständlich machen sich die ‚Jungs‘, hin- und wieder, immer noch ‚verständlich‘, wer denn der Chef im Ring ist, aber die wilden Kämpfe sind eingestellt. Auch die Wunden sind verheilt und die Hörner finden zu ihrer natürlichen Färbung zurück.